Das Wochenbett – Auszeit für Körper und Seele

Rund acht Wochen braucht Ihr Körper nach der Entbindung, bis sich die
Gebärmutter weitgehend zurückgebildet hat und die Wundnaht  nach
einem Damm- oder Kaiserschnitt verheilt ist.

In dieser Zeit, dem sogenannten "Wochenbett", sollten Sie sich besonders schonen, um sich von der Anstrengung der Geburt zu erholen.

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Das passiert mit Ihrem Körper

Das Frühwochenbett dauert bis zum 10. Tag nach der Geburt. In dieser Zeit
bildet sich die Gebärmutter zurück. Am Ende der Schwangerschaft war sie
mit einem Gewicht von einem Kilogramm fast zwanzigmal so groß wie davor.
Während dieser Rückbildungszeit brauchen Mütter besonders viel Pflege und
Ruhe.

Zu Beginn des Spätwochenbetts ist der Beckenboden noch sehr geschwächt.
Bei einigen Frauen macht sich das durch Rückenschmerzen und Inkontinenz
(Blasenschwäche) bemerkbar.

Der in den ersten Tagen nach der Geburt noch starke Wochenfluss nimmt
langsam ab.

Hormone kurbeln die Milchbildung und den Milchfluss an. Oft muss sich das
Stillen erst einspielen. Gerade anfangs können ein extremer Milcheinschuss
oder ein Milchstau Müttern schmerzhaft zu schaffen machen.

Baby Blues: Die Achterbahn der Gefühle

Viele Wöchnerinnen haben in den ersten Tagen nach der Entbindung mit
starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen, der sogenannten „Wochen-
bettdepression“ oder dem „Baby Blues“. Eben haben sie noch eine Phase

des höchstens Glücks empfunden und in der nächsten Minute fließen die
Tränen.

Die Ursache hierfür ist die rasch sinkende Hormonkonzentrationen nach
der Geburt. Erschöpfung durch die neuen Aufgaben als Mutter und Über-
müdung können die Symptomatik verstärken.

Falls Sie vom Baby Blues betroffen sind:
Nehmen Sie
großzügig die Unterstützung von Ihrem Partner, Ihren Eltern
oder Freunden an. Nach zwei oder
drei Tagen geht es Ihnen zunehmend
besser. Falls der Baby-Blues länger
anhält oder wenn sich die Symptome
verstärken, holen Sie sich Hilfe bei
Ihrer Hebamme oder bei Ihrem Gynä-
kologen, damit Sie die Freude über Ihr
Baby wieder ungetrübt genießen
können.

Weiterführende Informationen bieten die folgenden Links:
Postnatale Depression

Wochenbettdepression

Drei Tipps
  • Organisieren Sie bereits vor der Geburt Hilfe von Familie und
    Freunden, die sie in den ersten Tagen zu Hause unterstützen
    und Ihnen das Kochen und Putzen abnehmen.

  • Trinken Sie mindestens zwei Liter täglich, essen Sie ballast-
    stoffreich und bewegen Sie sich (gut sind Spaziergänge), um
    Ihre Verdauung zu unterstützen.

  • Nehmen Sie den Begriff „Wochenbett“ wörtlich. Ruhen Sie sich
    in den ersten Tagen und Wochen gut aus. Jetzt ist erst einmal
    nur wichtig, dass Sie und Ihr Baby einander kennenlernen und
    Sie nach der Geburt wieder zu Kräften kommen.