Therapiemöglichkeiten

Sterilitätsbehandlungen können auf dem Weg zum Wunschkind
helfen, doch sie erfordern Durchhaltevermögen, Geduld und
Disziplin.

Die Paare müssen einen „Stundenplan“ für den Geschlechts-
verkehr einhalten, um die günstigste Zeit für die Befruchtung
zu nutzen. Dabei wird die Beziehung häufig auf eine harte Probe
gestellt.

Nicht selten bleibt die Therapie ohne Erfolg und trotz größter Anstrengungen will sich einfach keine Schwangerschaft einstellen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

 

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(Foto: Fotolia)
Zyklusbeobachtung

Vor einer Behandlung ist eine exakte Zyklusbeobachtung hilfreich, um den
besten Zeitpunkt für eine Befruchtung zu bestimmen.

Jede Frau kann ihren Zyklus mit Hilfe der Basaltemperaturkurve (sie erfasst
die unterschiedlichen Aufwachtemperaturen während des Zyklus) und des
Muttermundschleims selbst beobachten.

Das ärztliche Zyklusmonitoring ist noch genauer: Mittels Ultraschall unter-
sucht der Arzt an verschiedenen Tagen des Zyklus die Größe des heranwach-
senden Eibläschens und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut.

Hormonbehandlung

Ist eine Frau aufgrund einer hormonellen Störung unfruchtbar, wird versucht,
ihre Eierstöcke durch hormonähnliche Medikamente zu stimulieren. Die Medi-
kamente werden je nach Präparat als Tabletten oder Injektionen verabreicht
und sollen generell die Eizellreifung anregen.

Die Hormonbehandlung wird ab dem 3. Tag nach Beginn der Regelblutung durch-
geführt. Ab dem 8. Zyklustag wird die Eizellreife mittels Ultraschall und Blutunter-
suchung kontrolliert. Ist das Eibläschen groß genug (ca. 18 - 20 mm), wird der
Eisprung mit einem weiteren Hormon ausgelöst.

Die Befruchtung erfolgt nun entweder durch Geschlechtsverkehr oder durch
eine Samenübertragung.

Chancen:
Durch die hormonelle Stimulation steigen die Chancen auf eine Schwangerschaft
um 15 bis 20 Prozent.

Risiken:
Es kann zu einer Überstimulation der Eierstöcke kommen, die dann sehr große
und zahlreiche Eibläschen ausbilden. Zysten oder Mehrlingsschwangerschaften
können die Folge sein. Die Patientinnen leiden häufig an starken Schmerzen,
Atemnot und Blutgerinnungsstörungen und manchmal ist ein Krankenhausaufent-
halt notwendig. Zudem können Symptome wie in den Wechseljahren auftreten,
beispielsweise Hitzewallungen, Kopfschmerzen oder Depressionen.

Kosten:
Die gesetzlichen und privaten Kassen übernehmen die Kosten für eine Hormon-
behandlung.