Spirale

Sichere und bequeme Verhütung

Spirale ist die gängige Bezeichnung des Intra-Uterinpessars (IUP).
Dabei handelt es sich um ein T-förmiges Kunststoffstäbchen, das
der Frauenarzt in die Gebärmutter einsetzt. Nach diesem kleinen
Eingriff muss die Frau jahrelang nichts mehr für die Verhütung tun.

Die Spirale wirkt sowohl mechanisch als auch chemisch oder hor-
monell. Der Schaft des Kunststoffstäbchens ist mit einem dünnen
Kupferdraht umwickelt. Dieses Kupfer hemmt die Beweglichkeit
der Spermien und verkürzt deren Lebensdauer.

Die so genannte Hormonspirale enthält zusätzlich Gestagene, die
dafür sorgen, dass der Gebärmutterhals mit einem dicken Schleim
verschlossen wird und keine Spermien durchlässt. Die Hormone
sind so niedrig dosiert, dass der natürliche Zyklus erhalten bleibt.

Mögliche Nebenwirkungen, wie stärkere Menstruationsschmerzen
oder Entzündungen, werden von den Ärzten unterschiedlich ein-
geschätzt. Das gilt auch für das Einsetzen der Spirale bei jungen
Mädchen, deren Wachstum noch nicht abgeschlossen ist.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Spirale:

 

files/babyfreundliche-apotheke/Bilder - Baby und Familie/Verhuetung/Spirale.jpg

(Grafik: Frauenärzte im Netz))

 

Sicherheit

Durchschnittlich 0,4 bis 2 von 100 Frauen werden mit der Spirale als
Verhütungsmethode
innerhalb eines Jahres schwanger (Pearl-Index).

Das ist ein sehr guter Wert.

Wissenswertes

Für das Einsetzen der Spirale sind die letzten Tage der Menstruation gut
geeignet, weil der Muttermund jetzt weich und leicht geöffnet ist und
weil außerdem eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann.

Der Eingriff kann ein kleines Ziehen oder Stechen verursachen, ist aber
schnell vorüber.

Die meisten Spiralen haben Rückholfäden, die aus dem Muttermund her-
ausragen. Den Sitz der Fäden und der Spirale selbst muss regelmäßig vom
Frauenarzt untersucht werden.

Die Spirale kann in Ausnahmefällen auch bei einer bereits stattgefundenen
Befruchtung eingesetzt werden. Das Einbringen der Spirale innerhalb von
5 Tagen nach dem ungeschützten Verkehr verhindert das Einnisten der
befruchteten Eizelle in die Gebärmutter – und damit die Schwangerschaft.

Vor- und Nachteile der Spirale

Vorteile

Für ein entspanntes Sexleben ist die Spirale optimal, weil man aktiv nichts für die Verhütung tun muss und trotz- dem sicher geschützt ist. Und das für lange Zeit, denn die Spirale kann drei bis acht Jahre im Körper bleiben.

Selbst mit der Hormonspirale erfolgt kein Eingriff in den Zyklus der Frau. Sie bekommt regelmäßig ihren Eisprung und auch ihre Menstruation. Das ist zum Beispiel für Frauen mit hormonell bedingter Migräne von Vorteil.

 

 

Nachteile

Der Frauenarzt setzt die Spirale in die Gebärmutter ein. Dafür muss er durch die heikle „Schranke“ des Mutter-mundes.

Über die Rückholfäden, die bei den meisten Spiralen aus dem Muttermund herausragen, können Keime in die Gebärmutter gelangen.

In den ersten Monaten nach dem Einsetzen ist das Infektionsrisiko relativ hoch.

Bei jungen Mädchen kann die Spirale unter Umständen abgestoßen werden.

Häufig kommt es zu stärkeren Schmerzen bei der Periode und auch die Blutung kann stärker werden.

Die Spirale bietet keinen Schutz vor sexuell übertrag-
baren Krankheiten. Bei einem neuen oder wechselnden Partnern ist ein Kondom als zusätzlicher Schutz ratsam.