Beim Einschlafen begeiten

Im ersten Lebensjahr muss sich ein Baby erst einmal an den
unbekannten Wechsel von Tag und Nacht gewöhnen und seinen
Schlaf-Wach-Rhythmus finden.  

Nur schrittweise lernt es, problemlos einzuschlafen und nachts durchzuschlafen.

Dabei können Sie es anleiten und begleiten.

Mehr dazu erfahren Sie nach dem Klick auf diese Themen:

 

 

files/babyfreundliche-apotheke/Bilder - Baby und Familie/Babyzeit/Fotolia_16625930_XS.jpg(Foto: Fotolia)

Wichtig für eine gute Nacht

Die richtige Schlafumgebung ist eine wichtige Voraussetzung für einen
guten und gesunden Schlaf Ihres Babys. Was dazu gehört:

Geeignete Nachtwäsche
Ziehen Sie Ihrem Kind zum Schlafen am besten nur Windel, Unterwäsche
oder Schlafanzug an. Darüber kommt ein Schlafsack, der je nach Jahreszeit
dicker oder dünner ist.

Geborgenheit
Wenn Ihr Kind sich geborgen fühlt, schläft es besser ein. Eine Wiege oder
ein Stubenwagen sind in den ersten Wochen der ideale Schlafplatz, weil
Ihr Kind sich darin nicht verloren fühlt.

Die richtige Schlafposition
Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken. In dieser Position kann es am besten
atmen.

Kein Kopfkissen
In seinem ersten Lebensjahr schläft Ihr Baby am besten ohne Kopfkissen.
Der Grund: Wenn das Köpfchen in das Kissen einsinkt, kann es zu einem
gefährlichen Atemrückstau kommen. Dabei atmet das Baby seine eigene
Atemluft wieder ein.

Angenehme Raumtemperatur
Zu warm sollte das Babyzimmer nicht sein, denn Neugeborene können ihre
Temperatur noch nicht gut selber regulieren und überwärmen sich leicht.
Ob Ihr Baby schwitzt, können Sie übrigens in seinem Nacken überprüfen.

Regelmäßig lüften
Frische Luft tut Ihrem Baby gut. Lüften Sie das Zimmer jeden Tag für ein
paar Minuten gut durch, aber stellen Sie das Fenster nicht auf Dauerkipp.
Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind keiner Zugluft ausgesetzt ist. 

Rauchfreie Zone
Idealerweise wird in der Nähe Ihres Babys überhaupt nicht geraucht. In
seinem Schlafzimmer ist Rauchen absolut tabu.

Hilfreiche Einschlaf-Rituale

Das allabendliche Gute-Nacht-Ritual hat für Kinder einen ganz besonderen
Stellenwert.
Oft begleitet es sie bis ins Grundschulalter. Wie alle Rituale gibt
es Orientierung und Sicherheit.

Das Einschlafritual sollte jeden Abend gleich und in harmonischer Atmosphäre
ablaufen. Ein Streit oder Tränen kurz vor der Schlafenszeit erschweren Ihrem
Kind das Einschlafen.

  • Wickeln Sie Ihr Baby und ziehen Sie es um.

  • Leise Musik wirkt beruhigend. Ziehen Sie die Spieluhr auf oder singen
    Sie ein Gute-Nacht-Lied.

  • Begleiten Sie Ihr Baby im ersten Jahr in den Schlaf - durch Streicheln
    oder indem Sie einfach im Zimmer bleiben, bis es eingeschlafen ist.

  • Wenn Ihr Kind älter ist, erzählen Sie eine Geschichte, lesen Sie aus
    einem Buch vor, beten Sie gemeinsam oder erinnern Sie sich, was sie
    beide heute Schönes erlebt haben.

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihr Abendritual und widmen Sie
    sich in dieser Zeit nur Ihrem Kind.

Probleme beim Einschlafen

Wenn Babys gähnen, gerötete Wangen haben oder sich die Augen reiben,
sind das eindeutige Anzeichen dafür, dass sie Schlaf brauchen. Doch obwohl
sie müde sind, fällt manchen Säuglingen das Einschlafen schwer. Besonders
das abendliche Zubettgehen stellt sie vor Probleme und fordert von ihren
Eltern viel Geduld und Verständnis.

Ist ein Baby übermüdet und zudem überreizt, findet es noch schlechter in
den Schlaf. Deshalb ist es so wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen,
um ein Kind in sein Bettchen zu bringen. Ist es „über den Punkt“, kann das
seine Familie stundenlang wach halten.

Die Gründe für Einschlafschwierigkeiten:

  • Manche Babys können die vielen neuen Eindrücke schwer verarbeiten,
    die auf sie einstürmen. Ihnen kann es helfen, in kürzeren Abständen zu
    schlafen, damit sich nicht so viele Eindrücke anhäufen.

  • Es ist normal, dass Kinder nachts immer wieder kurz aufwachen. Ein Baby,
    das sich selbst beruhigen kann, wird gleich wieder in den Schlaf finden.
    Babys, die das nicht können,
    schlafen schlecht wieder ein und machen
    dann lautstark auf sich aufmerksam. Hier können feste Gute-Nacht-Rituale
    helfen, damit das das Kind zur Ruhe zu kommen.

  • Auch wenn Ihr Kind von alleine ein- und schon gut durchschläft, kann es
    immer wieder unruhige Nächte geben: Wenn es krank ist, mit dem Zahnen
    beginnt oder ein neuer Entwicklungsschritt so aufregend ist, dass er das
    Kind unruhig macht.

6 Empfehlungen für Eltern

 

1. Ihr Baby muss erst einmal ruhig werden.
Lassen Sie den Abend langsam und leise ausklingen. Wer noch kurz vor dem
Schlafengehen mit seinem Baby spielt, kann nicht erwarten, dass es ein paar
Minuten später einschläft.

2. Halten Sie möglichst feste Zeiten ein.
Dem Baby fällt das Schlafengehen leichter, wenn es jeden Tag zur gleichen
Zeit ins Bett gebracht wird. Ausnahmen sind natürlich erlaubt.

3. Ihr Baby sollte sich in seinem Bettchen wohlfühlen.
Legen Sie Ihr Kind nie zur Strafe in sein Bettchen. Es sollte sich hier gerne
aufhalten. Viele Eltern lassen daher das geliebte Schmusetier oder -tuch im
Bett wohnen.

4. Abendliches Spielen im Bettchen ist tabu.
Das Bettchen soll für Ihr Baby der Ort zum Ausruhen und Schlafen sein.
Spielen hält es wach.

5. Nehmen Sie dem Baby die Angst.
Viele Kinder haben Angst vor der Dunkelheit. Lassen Sie eine Nachtlampe
brennen oder lehnen Sie die Tür
nur an. Gegen Trennungsängste hilft das
Lieblingskuscheltier.

6. Lassen Sie Ihr Baby möglichst im Bettchen.
Falls Ihr Kind nicht einschlafen kann oder wieder aufwacht, versuchen Sie
zunächst Ihr Kind im Bett zu beruhigen. Bleiben Sie eine Weile bei ihm.
Streicheln, leises Sprechen oder Singen helfen häufig.