Hilfen bei Geburtsschmerzen

Viele Frauen haben Angst vor den Schmerzen bei der Entbindung.

In den Geburtsvorbereitungskursen wird dieses Thema daher aus-
führlich behandelt.

Hier finden Sie nach einem Kick hilfreiche Informationen zu den verschiedenen Methoden, die den Geburtsschmerz lindern können:

 

files/babyfreundliche-apotheke/Bilder - Baby und Familie/Geburt/Fotolia_118860_XS.jpg(Foto: Fotolia) 

Geburtspositionen ausprobieren

Nicht nur bei einer Hausgeburt und einer Entbindung in einem Geburtshaus,
sondern auch in den meisten Kliniken können Frauen heute während der
Entbindung verschiedene alternative
Geburtspositionen ausprobieren:
Stehen, das Sitzen auf einem Sitzball oder einem Gebärstuhl, das Liegen im
lauwarmen Wasserbecken und vieles mehr.

Beim aufrechten Stehen fällt vielen Gebärenden das Pressen leichter, als in
der „klassischen“ Liegeposition. Da das Stehen jedoch schnell anstrengend
wird, können sich die Frauen an einem sogenannten „Gebärseil“ festhalten,
das an der Decke befestigt ist.

Viele Frauen empfinden das Sitzen auf einem Gebärstuhl oder einem Sitzball
während der Wehen als angenehmer und weniger schmerzhaft als das Liegen.

Warmes Wasser wirkt entspannend und kann die Schmerzen ebenfalls lindern.

Entspannungstechniken nutzen

Mit verschiedenen Entspannungstechniken können sich Schwangere schon
Wochen vor der Entbindung auf den Geburtsschmerz vorbereiten.

Am bekanntesten ist die Lamaze-Methode. Sie bewirkt, dass die Schmerzen
durch gezielte Atem- und Entspannungstechniken weniger stark wahrgenom-
men werden.

Ein weiteres gutes Mittel zur Entspannung und damit zur Schmerzlinderung
in den Wehenpausen ist die Rückenmassage. Im Geburtsvorbereitungskurs
können werdende Väter die einfachen Massage-Techniken lernen.

Auch Aromatherapie kann eine Geburt erleichtern, denn bestimmte äthe-
rische Düfte haben eine entspannende Wirkung. Bei deren Auswahl wird die
Schwangere von ihrer Hebamme unterstützt. Wenn im Kreißsaal keine Duft-
lampen zur Verfügung stehen, kann die werdende Mutter sie selbst mitbringen.

Peridualanästhesie (PDA)

Die Peridualanästhesie, kurz PDA, ist die zurzeit wirksamste Methode, um
den Geburtsschmerz zu lindern. Hierbei wird ein Betäubungsmittel in den
Periduralraum zwischen Wirbel und Rückenmarkskanal gespritzt.

Dort verlaufen die schmerzleitenden Nervenfasern, die durch das Medika-
ment betäubt werden.
Die Wirkung der PDA setzt nach zehn bis zwanzig
Minuten ein.
Die Gebärende spürt die Wehen zwar noch, allerdings sehr
gedämpft.

Während der Austreibungswehen in der letzten Geburtsphase wird keine
PDA mehr gesetzt. Denn die Mutter muss die Presswehen spüren , um die
Geburt aktiv unterstützen zu können.

Eine mögliche ernsthafte Nebenwirkung der PDA ist ein plötzlicher Abfall
des Blutdrucks. Um in diesem Fall schnell ein Gegenmittel geben zu können,
bekommt die Gebärende deshalb meistens parallel einen Tropf in den Arm
gelegt.