Die richtige Ernährung für stillende Mütter

Ihr Körper stellt für die Muttermilch einen optimalen Nährstoffmix bereit,
genau nach dem Bedarf Ihres Babys.

Es ist daher sehr wichtig, dass Sie sich in der Stillzeit ausgewogen
und vollwertig ernähren, um Ihre eigenen Nährstoffspeicher immer
wieder aufzufüllen.

Hier erfahren Sie mehr:

 

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(Foto: Fotolia)

Was sollten Sie essen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Stillenden

  • wenig Fleisch, Fisch, Fett und Süßes, statt dessen

  • reichlich Vollkornprodukte,

  • Milch- und Milcherzeugnisse sowie

  • fünf- bis acht Obst- und Gemüsemahlzeiten pro Tag,
Hinweis:
Nehmen Sie nicht zu viele Säfte oder Obstsorten mit einem hohem Säure-
und/oder Vitamin C-Gehalt zu sich, wie Zitronen, Orangen und Mandarinen.
Sie können bei Ihrem Baby zu einem wunden Po führen.
 
Wie viel und was sollten Sie trinken?

Ihr Flüssigkeitsbedarf steigt in der Stillzeit auf etwa zweieinhalb bis drei
Liter pro Tag
an.
Wenn Sie nicht genug trinken, werden Sie das an Ihrem
Urin erkennen. Er zeigt dann eine dunklere Farbe und riecht intensiver.

Am besten stellen Sie in Ihre Stillecke reichlich geeignete Getränke bereit:

  • verdünnte Säfte,

  • Schorlen mit wenig Kohlensäure,

  • Mineralwasser (medium oder still) oder

  • Roiboos-Tee.

Trinken Sie zu jeder Stillmahlzeit mindestens ein Glas.

Hinweis:
Die aufgenommene Flüssigkeitsmenge bestimmt nicht die Milchmenge.

Beeinflusst Ihre Ernährung die Qualität der Muttermilch?

Die Zusammensetzung und Qualität Ihrer Muttermilch ist durch Ihre Ernährung nur sehr begrenzt beeinflussbar:

Lediglich Vitamin C und alle B-Vitamine, sowie Zink und Selen können Sie über Ihren Speiseplan erhöhen.

Die Fettqualität Ihrer Milch wird verbessert, wenn Sie vermehrt Distel-, Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl verzehren, also Öle mit langkettigen, ungesättigten Fettsäuren, die Ihr Baby für die Entwicklung des Gehirns und der Netzhaut benötigt.

Eine unzureichende Zufuhr von Eisen über Ihre Ernährung kann bei Ihnen selbst zu einem Eisenmangel führen mit der Folge, dass auch die Muttermilch ein Defizit aufweist.

   

 

Welche Lebensmittel verursachen beim Säugling Blähungen?

Immer noch kursieren viele Vorbehalte gegenüber Nahrungsmitteln wie Kohl,
Hülsenfrüchten, frischem Brot, Zwiebeln etc. Sie stehen in Verdacht, bei
Säuglingen Blähungen auszulösen.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür keine Anhaltspunkte!

Wenn Sie alle blähungsfördernden Lebensmittel von Ihrem Speiseplan streichen,
bleiben nur noch Karotten, Kartoffeln, Nudeln und Reis übrig. Von einer ausge-
wogenen Ernährung sind Sie damit weit entfernt.

Lediglich bei einem zu reichlichen Verzehr von Milchprodukten kann es durch
das Milcheiweiß tatsächlich zu vermehrten Blähungen kommen.

Was tun, wenn das Baby mit einer Unverträglichkeit reagiert?

Sollte Ihr Baby tatsächlich auf ein Nahrungsmittel mit Unverträglichkeiten reagieren,
wie zum Beispiel Blähungen, einem wunden Po oder Hautausschlag, dann verzichten
Sie zwei Wochen darauf und versuchen es anschließend erneut.

Der Darm Ihres Kindes hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt und verträgt das
Lebensmittel jetzt sicher besser.