Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Ab dem vierten Monat steigt der tägliche Energiebedarf einer schwangeren  Frau um rund 250 Kalorien – das entspricht einer Portion Müsli mit Milch und  frischen Früchten oder einer Scheibe Schwarzbrot mit Gouda-Käse und einem Apfel.

Die Gewichtszunahme ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Zwischen sieben und 17 Kilo sind in Ordnung. Diäten sollten während der Schwangerschaft tabu sein, denn Mutter und Baby müssen ausreichend mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden.

Aber seien Sie nicht zu streng mit sich und gönnen Sie sich durchaus mal eine kleine Sünde, wie den Schokoriegel oder die Pizza.

Was Sie sonst noch wissen sollten: 

 

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(Foto: Fotolia)

 

4 einfache Tipps für die richtige Ernährung
  • Essen Sie möglichst regelmäßig, am besten vier bis fünf Mahlzeiten
    über den Tag verteilt.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel frischem Obst und Gemüse,
    Vollkorn- und (fettarmen) Milchprodukten, Hülsenfrüchten, magerem
    Fleisch und Seefisch.

  • Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus kontrolliert ökologischem Anbau,
    sie enthalten kleinere Schadstoffkonzentrationen.

  • Trinken Sie ausreichend, am besten Mineralwasser, ungesüßte Kräuter-
    und Früchtetees oder verdünnte Säfte. Zwei bis drei Liter am Tag sind
    ideal.

Das braucht Ihr Körper zusätzlich

B-Vitamin Folsäure
Für die Zellbildung und Zellteilung benötigen werdende Mütter schon zu Beginn der Schwangerschaft die doppelte Menge des B-Vitamins Folsäure. Das B-Vitamin ist enthalten in:

  • Blattsalaten,
  • Spinat,
  • Grünkohl,
  • Hülsenfrüchten und
  • Vollkornprodukten.

Hinweis:
Da das B-Vitamin sehr hitzeempfindlich ist, wird es beim Kochen leicht zerstört. Ärzte verschreiben schwangeren Frauen deshalb häufig ein Nahrungsergänzungspräparat.

Eisen
Das Spurenelement wird für die Blutbildung benötigt. Während der Schwangerschaft haben Frauen etwa ein Drittel mehr Blut im Körper als davor. Entsprechend höher ist ihr Eisenbedarf. Da der Körper es nicht selber herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Gute Eisenlieferanten sind:

  • mageres Fleisch,
  • Fisch,
  • grünes Gemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl,
  • Hülsenfrüchte sowie
  • Müsli und Vollkornprodukte.

Hinweis:
Werdende Mütter, die sich vegetarisch ernähren, sollten besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen achten. Der Grund hierfür: Unser Körper kann Eisen aus tierischen Lebensmitteln leichter verwerten als Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Jod
Der Jodbedarf ist während der Schwangerschaft und später der Stillzeit erhöht. Da Deutschland als Jodmangelgebiet gilt, sollte jodiertes Speisesalz zum Würzen verwendet werden. Viele Ärzte empfehlen, in dieser Zeit zusätzlich Jodtabletten einzunehmen.

 

 

 

 

 

 

Darauf sollten Sie verzichten

Alkohol ist die häufigste Ursache für eine angeborene Behinderung. Hier können Sie sich ausführlicher informieren.

Tabak, auch das Passivrauchen so gut wie möglich vermeiden

Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, Cola, Schwarz- und Grüntee, denn größere Mengen Koffein können die Blutgefäße des ungebo- renen Babys verengen und die Eisenaufnahme hemmen.

Leber, weil die erhöhte Vitamin-A-Konzentration dem Ungeborenen schaden kann.

Rohe Lebensmittel, wie Rohmilch, Rohmilchkäse (Camenbert, Ricotta oder Feta), rohes Fleisch (Tartar), rohen Fisch (Sushi) sowie Räucher- fisch und Rohwurst (Salami, Schinken). Diese Lebensmittel können Listerien oder Toxoplasmen enthalten - normalerweise harmlose Bakterien, die aber dem Ungeborenen schaden oder eine Fehlgeburt auslösen können.