Vom Baby zum Kleinkind

Das erste Lebensjahr ist für Ihr Kind ein großes Abenteuer, ein Lernabenteuer. Nie wieder wird es sich in so kurzer Zeit so viel
Neues aneignen.

Es entdeckt sich und seine Welt in großen Schritten. Seine Sinne
schärfen sich, es wird zunehmend mobiler, macht die ersten
Sprechversuche und lernt im wahrsten Sinne des Wortes seine
Umwelt zu „begreifen“.

Aus dem Baby wird ein Kleinkind.

Erfahren Sie hier, was in dieser spannenden Zeit geschieht:

 

files/babyfreundliche-apotheke/Bilder - Baby und Familie/Entwicklungsstufen/Fotolia_9739276_XS.jpg

(Foto: Fotolia)
Die Entwicklung der Motorik

Die Bewegungen eines Neugeborenen werden zunächst von seinen Reflexen
geleitet: saugen, suchen und greifen.

Dann lernt es allmählich, seine Motorik zu kontrollieren, also seine Muskeln
zu beherrschen und gezielt einzusetzen. Dieser Entwicklungsprozess verläuft
von oben nach unten: vom Kopf, den es zu halten lernt, bis zu den Füßen,
wenn es gehen kann:

  • In den ersten Wochen und Monaten übt Ihr Baby erst einmal sich
    abzustützen, seinen Kopf zu halten und gezielt nach Dingen zu
    greifen. Im vierten Monat kann es das in der Regel schon sehr gut.

  • Um den fünften Monat herum beginnt es damit, sich zu rollen und
    sitzen zu lernen.

  • Im zweiten Halbjahr wird Ihr Baby mobil. Mit acht Monaten robbt es
    wahrscheinlich schon durch die Zimmer, um den zehnten herum
    beginnt es, sich an Schränken und Stühlen hochzuziehen. Damit ist
    die Vorstufe zum selbstständigen Gehen erreicht. Bis dahin dauert
    es allerdings noch ein paar Monate, denn erst müssen sich noch die
    Balance und die Muskeln entwickeln.

  • Zwischen dem neunten und zwölften Monat macht die Feinmotorik
    Ihres Kindes einen Sprung. Jetzt kann es Gegenstände mit Daumen und
    Zeigefinger greifen, es beherrscht den sogenannten Pinzettengriff.

Riechen, Hören, Sehen

Bei der Geburt ist der Geruchssinn Ihres Babys schon vollständig ausgereift.
So kann es Sie erkennen und den Weg zu Ihrer Brust finden.

Auch hören kann Ihr Baby von Geburt an. Bereits ab der 3. Woche dreht es
sein Köpfchen zu Geräuschquellen hin.

Weit sehen kann es dagegen noch nicht. Nur im Abstand von etwa 20 Zenti-
metern erkennt es Dinge deutlich.
Doch der Sehsinn entwickelt sich in den
ersten Monaten schnell. Schon im 3. Monat fokussieren Säuglinge Dinge aus
jeder Entfernung und verfolgen sie mit den Augen.

Wenn Ihr Baby circa ein halbes Jahr alt ist, beginnt es, seine Sinneswahrneh-
mungen miteinander zu verbinden: Es sieht einen Gegenstand, greift nach ihm
und macht dann mit ihm Geräusche.

Dieses Verknüpfen verschiedener Sinneseindrücke entwickelt sich im 2. Halb-
jahr immer weiter. Ihr Baby verbindet Geruch und Geschmack oder Wort und
Tat. Riecht etwas nicht gut, mag es das auch nicht essen. Sagen Sie „Nein“,
weiß es, dass es etwas nicht tun soll.

Die Entwicklung des Sprechens

Auch wenn Ihr Baby noch keine Sprache spricht, kann es Ihnen doch schon
nach wenigen Wochen durch unterschiedliches Weinen zeigen, ob es „nur“
quengelt oder ob es ein ernsthaftes Problem hat.

  • Ab dem zweiten Monat übt es einzelne Vokale und Laute, wie „o“,
    „u“ und „r“.

  • Nach rund sechs Monaten wiederholt es schon einzelne Silben, wie
    „ma-ma“ und „pa-pa“.

  • Im zweiten Halbjahr wird für Ihr Kind das Sprechen immer wichtiger.
    Und weil Übung den Meister
    macht, plappern die meisten Babys nun
    ständig vor sich hin und ahmen ihre Eltern nach.

  • Wenn Ihr Kind ein dreiviertel Jahr alt ist, sagt es in der Regel zum
    1. Mal gezielt „Mama“ oder „Papa“. Es versteht nun die Bedeutung
    einzelner Wörter und beginnt, immer mehr davon zu sprechen.

Die soziale Entwicklung

In den ersten Wochen schlafen Neugeborene sehr viel. In dieser Zeit ist die
Haut ihr wichtigstes Sinnesorgan. Über sie nehmen sie ihre Umwelt wahr.
Ausgiebiges Streicheln und Kuscheln sind jetzt wichtig, sie schenken Ihrem
Baby Geborgenheit und helfen, die Bindung zwischen ihnen aufzubauen.

  • Bereits im zweiten Monat zeigt Ihr Kind sein erstes gezieltes Lächeln,
    mit dem es seine Verbundenheit mit Ihnen ausdrückt.

  • Ab dem fünften Monat lernen Babys, zwischen bekannten und unbe-
    kannten Gesichtern zu unterscheiden. Sie beginnen zu fremdeln – ein
    gutes Zeichen – und entwickeln erste Trennungsängste. Außerdem
    wollen sie immer mehr an ihrer Umwelt teilhaben.

  • Um den neunten Monat herum beginnt eine neue wichtige Phase: Ihr
    Kind entwickelt einen eigenen Willen. Es hat begriffen, dass es ein „Ich“,
    ein eigenständiges Wesen ist. Ab sofort zeigt es deutlich, was es will und
    was nicht.
    Für die Eltern heißt es nun, Grenzen zu setzen und Geduld zu beweisen,
    wenn ihr Kind manchmal schon gegen Ende des 1. Lebensjahres in die
    erste Trotzphase kommt.

Vom Baby bis zum Teenager: Tipps für das Leben mit Kindern

Das Kind ist da und plötzlich sehen sich Menschen mit der Aufgabe konfrontiert, es
nicht nur großzuziehen, sondern auch zu erziehen. Auf den nach Altersgruppen
geordneten Ratgeber-Seiten der Süddeutschen Zeitung finden Sie zahlreiche
Informationen von Experten zum Thema Kindererziehung.
Hier geht es weiter.

 

Zu Ihrer aller Sicherheit:

Hier finden Sie die wichtigsten Sicherheitshinweise für das erste Lebensjahr.
Überprüfen Sie, wo noch Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind oder Ihre
besondere Aufmerksamkeit gefordert ist.

Anhand dieser Checkliste können Sie gemeinsam mit den Großeltern oder
anderen Personen, in deren Obhut Sie Ihr Kind geben, die notwendigen
Sicherheitsvorkehrungen überprüfen.

Quelle dieser beiden Links: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)