Die Entwicklung des Babys

In den vierzig Wochen der Schwangerschaft durchläuft das
ungeborene Kind im Mutterleib eine faszinierende Entwicklung,
von der befruchteten Eizelle bis zum lebensfähigen Baby.

Hier können Sie das Wachsen und Werden Ihres Kindes
begleiten:
                                                             
(Foto: Fotolia)

 

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1. Schwangerschaftsdrittel (Erste bis 12. Woche)

Nachdem sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einge-
nistet hat, entwickelt sich der Embryo. Die Plazenta bildet sich und versorgt
das Baby in den folgenden Monaten über die Nabelschnur mit Nährstoffen
und Sauerstoff aus dem Blut der Mutter. Schon in der fünften Woche ist beim
Ultraschall der etwa zwei Millimeter große Embryo zu erkennen.

In der sechsten Woche beginnt die Entwicklung seiner inneren Organe und
Sinnesorgane. Das Rückenmark schließt sich und Herz beginnt zu schlagen.
Besonders schnell wächst er in dieser Zeit im Kopfbereich. Das Gesicht formt
sich aus und das Gehirn entwickelt sich rasch weiter, nachdem es die ersten
Nervenzellen gebildet hat.

Der Körper wächst in den folgenden Wochen von oben nach unten. Die Wirbel-
säule entsteht – die Voraussetzung, dass sich der Embryo aufrichten kann. Er
beginnt sich zu bewegen, wenn auch noch ungezielt.

Am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels sind die inneren und äußeren
Geschlechtsorgane entwickelt und auch Arme und Beine sind bereits gut aus-
gebildet.

Die Embryonalphase ist abgeschlossen, wenn die meisten Organe angelegt sind.
Der Embryo wird nun als Fötus bezeichnet und ist fünf bis sieben Zentimeter groß.

2. Schwangerschaftsdrittel (13. bis 28. Woche)

Ab der 13. Schwangerschaftswoche sieht der Fötus immer mehr wie ein kleiner
Mensch aus.

Seine Sinne entwickeln sich - Augen und Gehör, Tast- und Geschmackssinn. Der
Fötus ist nun meistens wach und aktiv.

Der wachsende Körper braucht mehr Stabilität, erstes Knochengewebe wird
gebildet. Der Saugreflex stellt sich ein und der Fötus beginnt, an seinem Daumen
zu lutschen. Schon kurze Zeit später kann er frei im Fruchtwasser schwimmen.

Seine Nieren beginnen zu arbeiten und das Ungeborene lernt zu schlucken. Es
trinkt Fruchtwasser und scheidet Urin aus.

Um den sechsten Monat herum beginnt der Fötus, seine Umwelt wahrzunehmen.
Er reagiert auf Geräusche, zum Beispiel, indem er sich erschreckt.

In den folgenden Wochen sind die Bewegungen des Kindes deutlich spürbar. Es
wächst jetzt besonders schnell und nimmt pro Woche fast hundert Gramm zu.

Am Ende des 7. Monats wiegt es etwas mehr als ein Kilogramm und ist etwa 35
Zentimeter groß.

Die empfindliche Haut ist nun mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt, die
es vor Kälte schützen und den Weg durch die Gebärmutter und den Geburtskanal
erleichtern wird.

3. Schwangerschaftsdrittel (29. bis 40. Woche)

Zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels wächst das Kind langsamer,
nimmt dafür aber noch einmal an Gewicht zu. Diese Zeit wird auch als Reife-
zeit bezeichnet, da sich die Organe nun vollständig ausbilden.

Bereits im achten Monat gehen viele Kinder in die Geburtsstellung, indem sie
sich mit dem Kopf nach unten drehen.

Im neunten Monat ist schließlich auch die Lunge so weit entwickelt, dass das
Ungeborene im Fall einer vorzeitigen Geburt selbstständig atmen kann.

Findet die Geburt um den errechneten Zeitpunkt herum statt, ist das Neuge-
borene zwischen 2.500 und 4.000 Gramm schwer und zwischen 48 und 54 cm
groß. Mädchen sind im Schnitt etwas kleiner und leichter als Jungen.