Das Zähneputzen

Milchkaries kann später auf die bleibenden zweiten Zähne übergreifen. Darum ist die regelmäßige Zahnpflege sehr wichtig, sobald die ersten Milchzähne da sind. Das heißt: Die Zähne und die Kauflächen werden täglich zwei bis drei Minuten von allen Seiten gereinigt, ab dem zweiten Geburtstag zweimal täglich.

Viele Kleinkinder können sich für das Zähneputzen anfangs nur schwer
begeistern. Zwang und Druck machen den Widerstand oft nur noch größer.

So wird aus dem Zähneputzen kein Badezimmer-Drama:

 

files/babyfreundliche-apotheke/Bilder - Baby und Familie/Zaehne/Fotolia_1173715_XS.jpg(Foto: Fotolia)

Nützliche Tipps

Gestalten Sie das Putzen spielerisch
Machen Sie aus dem abendlichen Zähneputzen ein Ritual, das Spaß macht
und Teil der Schlafengehen-Routine wird: Singen Sie ein Zahnputzlied oder
erzählen Sie eine Geschichte (zum Beispiel von der Polizei-Zahnbürste, die
die Kariesverbrecher aus dem Mund jagt. Anregungen finden Sie im Internet.

Nutzen Sie die Lust am Nachahmen
Babys und Kleinkinder imitieren gern. Machen Sie vor, wie man den Mund
ganz weit aufmacht oder wie man die Zähne fest zusammenbeißt und dabei
grinst. Lassen Sie Ihr Kind das Gezeigte nachmachen und dabei einen wilden
Löwen oder Tiger spielen.

Lernen kommt von Selbermachen
„Ich will das selber“ – ein Spruch den alle Eltern kennen. Lassen Sie Ihr Kind
ruhig zuerst selbst ein bisschen seine Zähne bürsten. Danach sind allerdings
Sie mit Nachputzen dran. Denn Kinder sind
in ihrer motorischen Entwicklung
erst etwa im
Grundschulalter soweit, dass sie sich ihre Zähne ganz alleine
gründlich putzen können.

Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran
Auch beim täglichen Zähneputzen sind Sie Vorbild für Ihr Kind. Tun Sie es
regelmäßig, durchaus auch gemeinsam mit dem Kleinen, und zeigen Sie
dabei gute Laune.

Noch drei Hinweise:

  • Die Säure in Äpfeln oder Orangen „weicht“ den Zahnschmelz für kurze
    Zeit auf. Warten Sie deshalb eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen,
    nachdem Ihr Kind etwas Saures gegessen oder getrunken hat. Sonst
    schadet das Putzen mehr als es nützt.

  • Kariesbakterien lieben Zucker. Vermeiden Sie daher süße Getränke, wie
    gezuckerten Tee oder Saft. Beschränken Sie das Getränkeangebot, neben
    der Mutter- oder Säuglingsmilch, auf Trinkwasser, stilles Mineralwasser
    und ungesüßten Tee.

  • Durch das Dauernuckeln an der Trinkflasche wird der Speichel weggespült.
    Der Speichel dient aber zur Vorbeugung gegen Karies. Reichen Sie Getränke
    am besten in einem Becher oder einer Tasse.

Zahnbürste und -pasta

Für die tägliche Zahnpflege genügen in den ersten Monaten lauwarmes Wasser
und
ein Silikon-Fingerling. Den erhalten Sie in der Apotheke.

Mit etwa eineinhalb Jahren bekommt Ihr Kind dann seine erste Zahnbürste - in
fröhlichen Farben und
mit lustigen Griffen. Sie sollte weiche Borsten und einen
breiten Griff haben. Geputzt wird weiterhin nur mit lauwarmem Wasser.

Erst wenn sich Ihr Kind an die Zahnbürste gewöhnt hat und gezielt ausspucken
kann, können Sie zum Putzen auch spezielle Kinder-Zahnpasta verwenden. Sie
enthält weniger Fluorid als die Zahnpasta für Erwachsene. Das ist deshalb wichtig,
weil kleine Kinder oft noch große Teile der Zahncreme verschlucken.