Berufstätig und Stillen

Immer mehr Mütter kehren noch in der Stillzeit in das Berufsleben
zurück. Die dazu notwendigen vorbereitenden Schritte hängen
insbesondere vom Alter Ihres Babys ab und davon, ob Sie noch
ausschließlich stillen oder bereits mit fester Kost zufüttern.

Wenn Sie sich für die Vorbereitung genügend Zeit nehmen, lässt
sich das Stillen gut mit der Berufstätigkeit kombinieren.

Hier erfahren Sie nach einem Klick auf Ihr Wunschthema mehr:

   

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(Foto: Fotolia)

Einige Überlegungen vorab

Wenn Sie innerhalb der ersten sechs Monate Ihre Tätigkeit wieder
aufnehmen wollen, sollten Sie folgende Punkte in Ihre Überlegungen
mit einbeziehen:

  • Wie wird Ihr Kind während Ihrer Abwesenheit betreut?

  • Wie oft arbeiten Sie in der Woche?

  • Wie lange dauert die Trennung zwischen Ihnen und Ihrem
    Baby pro Tag?

  • Gibt es die Möglichkeit, Ihr Baby während der Arbeitszeit
    zu stillen?

  • Können Sie einen Teil der Arbeit zu Hause erledigen?

  • Können Sie an Ihrem Arbeitsplatz die Muttermilch abpumpen
    und kühl aufbewahren?

  • Haben Sie auch an eine Haushaltshilfe gedacht?

Das Abpumpen

Bedenken Sie, dass Sie in der abwesenden Zeit genauso häufig abpumpen müssen,
wie Sie sonst stillen würden, damit Ihre Milchmenge weiterhin für Ihr Baby reicht.

Am schnellsten und effektivsten entleeren Sie Ihre Brust mit einer elektrischen
Pumpe mit Doppelpumpset. Ihre Babyfreundliche Apotheke berät Sie gerne dazu
und hilft Ihnen dabei, das individuell auf Ihre Situation
abgestimmte Modell zu finden.

Beginnen Sie 2 Wochen vor Beginn der Berufstätigkeit mit dem Abpumpen.
Versuchen Sie während dieser Zeit, Ihr Baby an die neue Fütterungsart (Flasche,
Becher oder Löffel) zu gewöhnen.

Ihre Hebamme oder Stillberaterin zeigt Ihnen gerne die Technik des sogenannten
„Becherns oder Löffelns“. Hierbei muss man sehr umsichtig sein, damit sich das
Baby nicht verschluckt und keine Milch in die Lunge gelangt.

Drei ergänzende Hinweise:

  • Es ist beruhigend, wenn Sie immer etwas Muttermilch eingefrorenhaben – für
    alle Fälle.

  • Stillen Sie Ihr Baby, bevor Sie das Haus verlassen und sofort, wenn Sie zurück-
    kehren. Das ist für Sie beide sehr wichtig, um die Zeit
    der Abwesenheit ein
    wenig zu kompensieren.

  • Es kann durchaus sein, dass Ihr Baby nun nachts wieder häufigernach Ihnen
    verlangt, bis es sich an die neue Situation gewöhnt hat. Räumen Sie daher
    dem Kuscheln noch einen hohen Stellenwert ein.

 

 

Flasche statt Brust

Das Trinken aus der Flasche kann für manche Stillkinder problematisch
sein: Sie wissen sehr wohl, wie man an der Brust saugt, aber nicht am
Sauger einer Flasche. Dazu müssen sie nämlich zunächst eine andere
Saugtechnik lernen. Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich umzugewöhnen.

Ein Hinweis:
Es ist durchaus sinnvoll, wenn der Vater/die Betreuungsperson das
Baby füttert. So können sich beide schon aufeinander einstellen und
Ihnen gibt es ein gutes Gefühl, wenn Sie sehen, dass es klappt.

Füttern mit Beikost

Erhält Ihr Baby bereits Beikost, wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit wieder
aufnehmen, kann es während Ihrer Abwesenheit mit fester Kost und
entsprechenden Getränken (Wasser oder Tee) gefüttert werden.

Meist entfällt dann das Abpumpen während der Arbeitszeit.